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Wie funktioniert Meditation? Und was sind Affirmationen?

Klar, über die Wirksamkeit von Meditation ist sich die Wissenschaft mittlerweile einig. Aber wie meditiert man überhaupt richtig? Welche Fehler gilt es zu vermeiden? Und was sind eigentlich Affirmationen?

All das beantworte ich dir in diesem Artikel:

 

Wie kann ich Meditieren lernen? Und worauf muss ich achten? Ein Blog-Artikel von Lebensfreude- und Selbstliebe-Trainerin Sabrina Sierks

Meditieren für Anfänger und Fortgeschrittene

Meditation ist ein bewusstseinserweiternder Prozess, der dir dabei hilft, Klarheit über dich und dein Leben erlangen zu können.

Meditation ist ein Tool dafür. So, wie Massage ein Tool für Entspannung oder Kraftsport ein Tool für Muskelaufbau ist.Aber wie lerne ich nun Meditieren und worauf muss ich achten?

 

Die wichtigsten Punkte zuerst:

  • Meditation lernen ist keine Sache, die man "mal eben" macht. Es ist ein Prozess, der viel Zeit benötigt und nicht immer leicht ist. ABER: Du kannst schon früh erste positive Auswirkungen spüren, wenn du dich darauf einlässt. Zum Beispiel Entspannung, mehr Gelassenheit, Kreativität und/oder mehr Klarheit wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Wichtig ist einfach nur, dass du am Ball bleibst und nicht aufgibst. Übung macht den Meister.😘
  • Fange langsam an. Mediere lieber mehrere Tage nur 5 Minuten, als einmal 30 und dann nie wieder. Steigere dich Schritt für Schritt. Der Muskel (in dem Fall das Gehirn) will langsam gestärkt werden. Du fängst ja auch beim Gewichtheben nicht gleich mit 50 kg an.😉
  • Die ersten 5 Minuten sind die Schwierigsten. Denn in denen versucht unser Fluchtinstinkt, uns zum Aufgeben zu bewegen. Ganz einfach weil ja ein wilder Säbelzahntiger auftauchen und uns angreifen könnte.😜 Dass das nicht passieren wird, versteht unser Gehirn nach etwa 5 Minuten. (Mit etwas Übung geht das auch schneller.)
  • Es ist normal, dass deine Gedanken abschweifen! Beim Meditieren geht es - entgegen vieler Meinungen - nicht darum, deine Gedanken abzuschalten. Das ist nämlich schlichtweg nicht möglich. Aber dazu später mehr. Wichtig ist nur, dass du bewusst wahrnimmst, wenn deine Gedanken abschweifen - und dass du sie dann zu deinem Meditationsobjekt (zum Beispiel deinem Atem, oder einem bestimmten Wort oder Klang) zurücklenkst. Dein Geist ist wie der Himmel. Und deine Gedanken sind Wolken. Halte nicht an ihnen fest und bewerte sie nicht, sondern sieh sie dir kurz an und lasse sie weiterziehen.🌥️
Meditation ist ein bewusstseins-erweiternder Prozess, mit dem wir Klarheit über uns und unser Leben erlangen können.

Beim Meditieren geht es - entgegen vieler Meinungen - nicht darum, deine Gedanken abzuschalten. Das ist nämlich schlichtweg nicht möglich. Aber dazu später mehr. Meine Meditationslehreren sagte so schön: "Wer nicht mehr denkt, ist tot."

Es geht also nicht darum, mit dem Denken aufzuhören, sondern viel eher darum, seine Gedanken wertfrei zu beobachten. Dadurch lernst du, dich nicht mehr mit deinen Gedanken zu identifizieren und dich so nicht mehr von ihnen beeinflussen zu lassen. Gedanken kreieren Emotionen - leider oft negative - und so machen wir uns meist völlig grundlos verrückt. Durch Meditation lernst du, Gedanken als das zu erkennen, was sie sind. Und das ist oft nichts anderes als Phantasie. Du lernst also deinen Blickwinkel zu verändern, weniger streng zu dir selbst zu sein und auf dein Herz zu hören.

 

 

Es gibt viele verschiedene Arten, um zu meditieren.

Neben dem klassischen Weg (im Sitzen oder Liegen), sind zum Beispiel auch Yoga, Gehmeditation, Tai-Chi oder Qi-Gong bekannte Meditationsformen. Auch Tanzen oder Malen kann meditativ sein.

Dabei gibt es kein Universalrezept, das für jede*n funktioniert.

Du musst selbst herausfinden, was für dich gut ist. Und das geht nur, indem du es ausprobierst - am besten mehr als einmal. Ein fehlgeschlagener Versuch kann nämlich viele Ursachen haben. Darum gib dem Ganzen ruhig mehrere Chancen. Bei mir hat es zum Beispiel mehr als zehn Anläufe gebraucht, bis ich mich endlich richtig auf Yoga einlassen konnte. Gut Ding will einfach Weile haben.😊

 

Hier geht es aber nun ersteinmal um Meditation, bei der du in Ruhe, und nicht in Bewegung bist.

Welche Haltungen sind dabei möglich?

 

 

Die richtige Haltung zum Meditieren

Haltungen zum Meditieren: der bequeme Sitz (Muktasana)

Der oft gezeigte Schneidersitz (mit gekreuzten Beinen) ist weniger zum Meditieren geeignet. Denn dabei lastet das Gewicht des einen Beins auf dem anderen und das wird nach einer Weile ganz schön unangenehm. Außerdem ist das Becken im Schneidersitz gekippt, sodass man kaum eine aufrechte Haltung mit geradem Rücken einnehmen kann. Und stabil sitzen tut man so auch nicht. Darum kann ich vom Meditieren im Schneidersitz nur abraten.

 

Besser ist der bequeme Sitz (Muktasana), den du auf dem Bild sehen kannst. Hier liegen die Unterschenkel nicht aufeinander, sondern hintereinander. Mein Gesäß ist auf einem Meditationskissen und dadurch etwas erhöht, weil es mir so leichter fällt, Oberkörper gerade zu halten.

 

Für die ganz flexiblen unter euch gibt es auch noch den Lotussitz (Padmasana), also mit mit beiden Füßen auf den Beinen aufliegend (sofern du den problemlos hinbekomms t- Das kann ich (noch) nicht.🙈)

 

Es gibt viele verschiedene Varianten vom Schneidersitz. Durchstöbere doch einfach mal das Internet oder probiere selbst aus, was für dich gut funktioniert.

 

Der Fersensitz (Vajrasana) ist gut für Anfänger geeignet. Wie der Name schon sagt, kniest du dich dafür hin und setzt dich dann einfach zurück auf deine Fersen.

 

Auf dem Bild siehst du mich im Fersensitz, erhöht auf einem Meditationskissen. Auch eine Meditationsbank bietet sich dafür an.

Diese Haltung ist mein persönlicher Favorit, weil ich (noch) zu ungelenkig bin für den Muktasana und das aus dem Grund noch nicht ganz so angenehm für mich ist.

 

Kleiner Tipp für fast jeden Sitz:

Wenn du auf dem Boden, bzw. einer Matte sitzt, ist es immer sinnvoll, wenn du deine Popacken zur Seite wegziehst, damit du einen stabileren Sitz hast.😉

 

Wie halte ich meine Hände?

In welcher Pose fühlen sich deine Hände für dich "richtig" an, wenn du deinen Platz eingenommen hast? Wichtig ist, dass du in deiner Körperhaltung komplett enstpannen kannst, ohne dass deine Hände runterrutschen oder deine Schultern auf Dauer verkrampfen.

 

Ansonsten gibt es noch diese Hinweise dazu:

  • mit den Handflächen nach unten, also zum Beispiel auf deinen Oberschenkeln, soll dir dabei helfen, mehr bei dir selbst zu sein, dich mehr zu erden.
  • mit den Handflächen nach oben kreierst du Offenheit und Empfangsbereitschaft. Das ist also gut, wenn du Liebe, Energie oder etwas in der Art empfangen möchtest.
Haltungen zum Mediteren: Der Fersensitz, erhöht auf einem Meditationskissen.
Der Fersensitz, erhöht auf einem Meditationskissen.

Es hängt also davon ab, was du mit deiner Meditationspraxis erreichen möchtest - und das kann natürlich von Mal zu Mal variieren.

 

Und dann gibt es natürlich noch Mudras - bestimmte Fingerhaltungen, für bestimmte Energieflüsse. Da muss ich mich allerdings auch selbst erst noch mit auseinandersetzen.😝

 

 

Weitere Haltungen

Abgesehen davon kann man auch problemlos auf einem Stuhl sitzend, im Stehen oder im Liegen meditieren. Wichtig ist nur, dass deine Wirbelsäule dabei möglichst gerade ist, dass du entspannen kannst und dass du nicht einschläfst(!). Besonders im Liegen kann das natürlich sehr schnell passieren. Darum würde ich diese Haltung persönlich nicht empfehlen, aber ich kenne auch Menschen, für die das sehr gut funktioniert. Probier's einfach mal aus.😊

 

 

Und was sind nun Affirmationen?

Affirmationen sind (möglichst positiv gehaltene) Sätze, die du für dich selbst immer und immer wieder wiederholst. Wichtig ist dabei, dass du sie nicht nur mechanisch vor dich hinmurmelst, sondern dass du sie fühlst.

Nehmen wir zum Beispiel die Affirmation "Ich bin erfolgreich."

Wenn du nun diesen Satz als dein Meditationsobjekt (s.o.) benutzt, wiederholst du ihn laut oder auch nur im Stillen für dich immer wieder und legst den Fokus auf das, was das mit dir macht. Ich bin erfolgreich. Weche Bilder entstehen dabei in deinem Kopf? Fühlen sie sich gut an? Höre auf dein Bauchgefühl. Nicht jeder kann mit jeder Affirmation etwas anfangen. Es ist wichtig, dass wir Affirmationen nach unseren eigenen Bedürfnissen anpassen.

Deine Gedanken formen deine Realität.

VIelleicht assoiierst du mit dem Wort "erfolgreich" ja etwas, was ein schlechtes Gefühl in dir hervorruft. In dem Fall könntest du überlegen, was für dich besser passen würde. Zum Beispiel "Ich bin gut in dem, was ich tue." oder "Meine Arbeit ist wertvoll.".

 

Und was bringt das nun? Ganz einfach. Je mehr wir in dieses positive Gefühl eintauchen, dass die Affirmation in uns entfacht, desto realer wird es für uns. Denn wenn wir an etwas glauben, wenn wir es fühlen, dann arbeitet unser Unterbewusstsein auf Hochtouren daran, es real zu machen. Das ist es nämlich, wie unser Gehirn funktioniert. Das ist das Resonanzgesetz, das Gesetz der Anziehung.

 

Denk mal genau nach. Das funktioniert doch auch schon dein Leben lang in die andere Richtung, oder nicht? Denn fast alle von uns wachsen leider mit negativen Affirmationen, bzw. Glaubenssätzen auf. Das sind zum Beispiel Sätze wie: "Ich kann das nicht.", "Ich habe doch sowieso nie Glück." oder "Ich bin halt einfach so." Alles nicht wahr, aber dein Gehirn arbeitet immer darauf hin, deine Gedanken in die Realität umzusetzen. Und darum kannst du das auch nicht, hast nie Glück oder bleibst in deinen alten Mustern. Aber das muss nicht sein. Wir sind alle Herr (oder Frau) über unser Leben! Wir können unser Glück selbst schmieden. Wir müssen nur anfangen!

Und uns über diese lange antrainierten negativen Glaubenssätze klarzuwerden, ist ein riesengroßer Schritt in Richtung Zufriedenheit und Selbsterfüllung.

 

So! Ich hoffe ich konnte dir die ein oder andere Frage beantworten. Falls du noch weitere hast, oder dieser Artikel sogar noch neue Fragen provoziert, schreib sie mir gerne in die Kommentare!😄

 

Trag Sonne im Herzen🌞❤️

deine Sabi

 

 

P.S. Wenn du dich mehr mit Meditation, positiven Affirmationen, Persönlichkeitsentwicklung und einfach Freude am Leben beschäftigen möchtest - und das in einer Gemeinschaft aus Gleichgesinnten - werde doch Mitglied in meinem SunnyHearts-Club! Mehr Infos dazu findest du HIER.

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